Die Stadt kann trotz Haushaltssicherung investieren PDF Drucken E-Mail

StadtwerkeSinnvolle und nachhaltige Investitionen sind möglich, wenn Stadt und Land dies politisch wollen.

Die Zustimmung der Bezirksregierung bekommt die Stadt, wenn nachhaltige Investitionen sich lohnen.

Die Genehmigung bekam die Stadt auch beim sinnvollen Rückkauf der Anteile an den Stadtwerken und der Müllverbrennungsanlage für rund 320 Millionen Euro.

Für eine solche Summe kann die Stadt Bielefeld 3.000 Wohnungen bauen.

Gerade der Bau von städtischen Wohnungen lohnt sich langfristig. Es wird städtisches Vermögen aufgebaut.

 
Finanzierung der Investitionen PDF Drucken E-Mail

geldFür 1.000 Wohnungen benötigt die Stadt rund 100 Millionen Euro. Die Finanzierung gelingt mit den Fördergeldern für den Sozialen Wohnungsbau, kräftig aufgestockt durch für Kommunen günstige frei finanzierte Kredite.

Private Großinvestoren kalkulieren solche Investitionen lediglich über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren und fordern daher überhöhte Mieten. Wohnungen halten jedoch wesentlich länger. Seriös kalkuliert rechnen sich dagegen auch rein frei finanzierte städtische Wohnungen über die Mieteinnahmen - wenn man langfristiger rechnet, als Immobilienkonzerne.

 Jeder Eigentümer weiß: Ist das Häuschen oder die Wohnung abbezahlt, wohnt man ganz preiswert. Wohneigentum rechnet sich langfristig
- auch für die
nächste Generation, den eigenen Kindern.
 
Langfristiger Nutzen für alle PDF Drucken E-Mail

Unbefristetes städtisches Eigentum an den Wohnungen bedeutet auch soziales Belegungsrecht für die Stadt. Damit steuert die Stadt, dass in den einzelnen Stadtteilen nicht nur Reiche oder nur ärmere Menschen wohnen können.

SR 16.02.2016 - Was tun gegen die Wohnungsnot?
Positives Beispiel: In Wien gehören 60 Prozent der Mietwohnungen der Stadt oder sie sind sozial gefördert.

Je größer der öffentlichen Bestand an bezahlbaren Wohnungen, desto niedriger der städtische Mietspiegel. Das nützt allen Mietern. Auch der Stadt: bei den Kosten für die Unterkunft bei Arbeitslosengeld II- und Sozialhilfeempfängern, die sie dann an sich selber überweisen kann.

 
Gegen die Wohnungsnot: Städtischer Wohnungsbau! PDF Drucken E-Mail

Sozialwohnungen in BielefeldSo kennen wir das: Ein Privatmann oder eine Firma hat ein Grundstück und lässt Wohnungen bauen. Dreißig Jahre lang bezahlen Mieter den Grundbesitzern die Hypothek ab, und alle Reparaturen obendrein.

Die Vermieter dürfen über Jahrzehnte alle Ausgaben von der Steuer absetzen. Doch wem gehört anschließend die schuldenfreie Immobilie? Wer kassiert weiter auf unbegrenzte Zeit ständig steigende Mieten? Ein Grundbedürfnis dient auf diese Weise der Umverteilung von unten nach oben. Das ist kein Naturgesetz. Es geht auch vernünftiger. Die Stadt Wien baut und vermietet seit 115 Jahren günstige Wohnungen. In Wien gibt es inzwischen 220.000 Wohnungen mit gebundenem Mietpreis oder im städtischen Eigentum.

Mit den Einnahmen schafft sie jährlich für 700 Millionen Euro neue Wohnungen für jeweils 20.000 Menschen. Das hält in Wien alle Mieten stabil. Bielefeld setzt bisher vorwiegend auf „Investoren". Die aber bauen lieber teure Eigentumswohnungen. In Deutschland wurde die Gemeinnützigkeit beim Wohnen 1990 abgeschafft. Statt in den sozialen Wohnungsbau fließen Steuergelder seither als „Wohngeld" an die Vermieter. Zu hohe Mieten belasten als „Kosten der Unterkunft" auch den Bielefelder Haushalt. Mit günstigen städtischen Wohnungen ließe sich viel Geld sparen und in neue bezahlbare Wohnungen investieren. Schluss mit den Geschenken an Vermögende und Immobilienkonzerne.

Die Wohnungsnot steigt. Umsteuern ist angesagt. Auch in Bielefeld. Wohnungen in städtischem Eigentum lohnen sich für alle. Die Bielefelderinnen und Bielefelder können das konkret unterstützen. Mit ihrer Unterschrift unter unseren Einwohnerantrag „Bezahlbares Wohnen für alle".


 
Bielefelderinnen und Bielefelder Auf Wohnungssuche PDF Drucken E-Mail

Interview-Thorsten-SchaeferInterview mit Thorsten Schäfer, Spindelstraße

Günter Seib im Gespräch mit Thorsten Schäfer. Labrador Paul (10 Jahre) ahnt noch nichts.

Warum müssen Sie umziehen?
Wegen Trennung nach 21 Jahren. 74 m2 sind für mich und Paul zu groß, die Nebenkosten zu hoch.


Was für eine Wohnung suchen Sie?
Eine bezahlbare, und hier im Osten, wo ich seit 21 Jahren lebe. Ich kann höchstens 307,12 Euro Miete ausgeben.

Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihrer Suche gemacht?
Ich würde sagen, nur negative. Bei geringer Rente gibt es für 250 Euro kalt so gut wie gar nichts. Ich habe mir 26 Wohnungen angesehen, auch oberhalb. Eine bei der LEG wurde zum Termin auch von 30 anderen Interessenten besichtigt. Die BGW hat mich auf einer Liste. Bei Genossenschaften brauch ich es gar nicht anfragen. Da müsste ich Paul an Fremde abgeben. Er war schon als Welpe bei uns.

Was haben sie sonst unternommen?

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Interview-Familie-SezenGülcan Turan im Interview mit Familie Sezen*
*Name von der Redaktion geändert.

Warum suchen Sie eine Wohnung?

Unsere jetzige Wohnung hat 82 m2. Unsere beiden Kinder werden größer und benötigen dementsprechend auch größere Zimmer. Außerdem wollen wir aus dieser Wohnung raus, weil sie im Schlafzimmer und Badezimmer Schimmel hatte. Der Schimmel wurde zwar beseitigt, aber die Angst, dass es wieder kommt, ist da. Für unsere Kinder hat es gesundheitliche Folgen gehabt. Seitdem sind die Kinder und auch wir öfter krank.

Was für eine Wohnung suchen Sie?
Wir suchen eine 4-5 Zimmer Wohnung mit über 90 m2. Wir suchen sowohl über private Vermieter als auch über Wohnungsgenossenschaften. Bei 6 Genossenschaften sind wir registriert.

Wie lange suchen Sie schon?
Intensiv suchen wir seit 3 Jahren.

Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

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