Gegen die Wohnungsnot: Städtischer Wohnungsbau! PDF Drucken E-Mail

Sozialwohnungen in BielefeldSo kennen wir das: Ein Privatmann oder eine Firma hat ein Grundstück und lässt Wohnungen bauen. Dreißig Jahre lang bezahlen Mieter den Grundbesitzern die Hypothek ab, und alle Reparaturen obendrein.

Die Vermieter dürfen über Jahrzehnte alle Ausgaben von der Steuer absetzen. Doch wem gehört anschließend die schuldenfreie Immobilie? Wer kassiert weiter auf unbegrenzte Zeit ständig steigende Mieten? Ein Grundbedürfnis dient auf diese Weise der Umverteilung von unten nach oben. Das ist kein Naturgesetz. Es geht auch vernünftiger. Die Stadt Wien baut und vermietet seit 115 Jahren günstige Wohnungen. In Wien gibt es inzwischen 220.000 Wohnungen mit gebundenem Mietpreis oder im städtischen Eigentum.

Mit den Einnahmen schafft sie jährlich für 700 Millionen Euro neue Wohnungen für jeweils 20.000 Menschen. Das hält in Wien alle Mieten stabil. Bielefeld setzt bisher vorwiegend auf „Investoren". Die aber bauen lieber teure Eigentumswohnungen. In Deutschland wurde die Gemeinnützigkeit beim Wohnen 1990 abgeschafft. Statt in den sozialen Wohnungsbau fließen Steuergelder seither als „Wohngeld" an die Vermieter. Zu hohe Mieten belasten als „Kosten der Unterkunft" auch den Bielefelder Haushalt. Mit günstigen städtischen Wohnungen ließe sich viel Geld sparen und in neue bezahlbare Wohnungen investieren. Schluss mit den Geschenken an Vermögende und Immobilienkonzerne.

Die Wohnungsnot steigt. Umsteuern ist angesagt. Auch in Bielefeld. Wohnungen in städtischem Eigentum lohnen sich für alle. Die Bielefelderinnen und Bielefelder können das konkret unterstützen. Mit ihrer Unterschrift unter unseren Einwohnerantrag „Bezahlbares Wohnen für alle".