DIE LINKE Bielefeld zu dem Protest der PsychotherapeutInnen in Ausbildung am 10.11. in Bielefeld PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 11. November 2016 um 12:30 Uhr

„Schluss mit der Ausbeutung von PsychotherapeutInnen in der Ausbildung!“

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Dass prekäre Beschäftigungsverhältnisse nicht zwischen akademischen und nicht-akademischen Berufen unterscheiden, zeigte eine Gruppe von ca. 70 Studierenden vergangenen Donnerstag mit einer Kundgebung gegen die Ausbeutung von Psychotherapeut*innen in Ausbildung.


"Mit ihren Forderungen nach fairer und einheitlicher Bezahlung praktischer Tätigkeiten, der finanziellen Mitbeteiligung der privat zu tragenden Ausbildungskosten durch den Staat und eindeutigen rechtlichen Grundlagen für die gesamte Ausbildung und Arbeitstätigkeiten treffen die Studierenden das Kernanliegen der Partei DIE LINKE: Gute, tariflich-bezahlte und sozial versicherte Arbeit" sagt Kristina Rein, DIE LINKE Bielefeld.

 

 

Psychotherapeut*innen in Ausbildung müssen als eigenständige Berufsgruppe im Stellen- und Budgetplan der Kliniken mit eigenen Tarifvertrag und einheitlichen Arbeit- und Ausbildungsrechten existieren. Unabhängig von Alter und Erwerbsstatus muss gelten: Gleiches Entgelt und gleiche soziale Standards für gleiche und gleichwertige Arbeit. Endlospraktika und Minijobs sind Instrumente zur Meidung fairer Entlohnung.

 

 

DIE LINKE Bielefeld unterstützt daher Bewegungen und Bündnisse gegen prekäre Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse und ruft zu mehr Verantwortung für die Sicherung stabiler Lebensbedingungen für Psychotherapeut*innen in Ausbildung auf.


Wir fordern daher eine umfassende Reform zur Arbeits- und Ausbildungssituation im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG)! 

 

 

Soli-Erklärung der LINKEN. Bielefeld zu den PiA-Protesten

 

Die Erklärung wurde von Tobi Warkentin (Bild oben) und Marlis Bußmann auf der Kundgebung eingebracht.

 

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Als die LINKE. Bielefeld solidarisieren wir uns mit den lokalen Protesten und Streiks von Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA).

 

 

 

Wir treten als Partei für gute Ausbildungsbedingungen ein und lehnen prekäre Arbeitsverhältnisse ab.

 

Es ist daher inakzeptabel, dass trotz abgeschlossenem Hochschulstudium

 

 

 

• 40 Stunden Arbeit pro Woche kaum/gar nicht vergütet werden,
• durchschnittlich 25.000 € Ausbildungskosten privat zu tragen sind,
• keine einheitlichen Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung bestehen,
• der rechtliche Status unsicher ist (u.a. keine Arbeitsverträge, keine Sozialversicherung).

 

 

 

 

 

Wir schließen uns folgenden Forderungen des bundesweiten und lokalen Bündnis an:

• faire und einheitliche Bezahlung der praktischen Tätigkeit
• finanzielle Mitbeteiligung an den Ausbildungskosten durch den Staat
• Übergangsregelungen bis zur Ausbildungsreform
• einheitliche Zulassungs- und Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung
• PiAs & Student*innen bei der Ausbildungsreform einbeziehen
• Statusregelung bei Krankenkassen und weiteren sozialen Absicherungen

 

 

 

PiA müssen als eigenständige Berufsgruppe mit eigenen Tarifvertrag im Stellen- und Budgetplan der Kliniken existieren.

 

Hier: Infos von PIA im STREIK