Gerechte Bezahlung statt Trickserei PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 15. März 2017 um 16:51 Uhr

Kein Lohndumping bei der Flüchtlingsbetreuung im Oldentrupper Hof – gerechte Bezahlung statt Trickserei!


1.mai2015yDIE LINKE verurteilt Lohntrickserei und die Duldung von offensichtlichem Lohndumping. „Wir fordern die Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH von den öffentlichen Vergaben auszuschließen bis gewährleistet ist, dass ihre Beschäftigten nach dem branchenüblichen Tarifbezahlt werden!“ so Carsten Strauch, Kreissprecher DIE LINKE Bielefeld.

Anfang März hat die Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH, eine Tochtergesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes, die Betreuungsdienste für geflüchtete Menschen in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im ehemaligen Oldentruper Hofübernommen.

Den Zuschlag im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung der Bezirksregierung bekam die Gesellschaft vor allem weil sie ihre pädagogischen Fachkräfte nicht in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt, sondern nach dem Tarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes. Ver.di hat errechnet, dass MitarbeiterInnen nach diesem Tarif bis zu 500 € im Monat weniger verdienen als nach dem entsprechenden TVöD.



„Es ist ein Skandal, dass diese Schwerstarbeit der Beschäftigten in dem so wichtigen Bereich der Flüchtlingsbetreuung Lohndumping und Wettbewerbsvorteilen erliegt. Die Bezirksregierung und alle öffentlichen Stellen sind aufgefordert endlich eine sozialgerechte Vergabepraxis zu etablieren!“, fordert Carsten Strauch.

 

Bild: 1. Mai Demo 2015 - Carsten Strauch - Lohngerechtigkeit ist mehr als der Mindestlohn, sondern bedeutet gleichen Lohn für gleiche Arbeit.