Warnstreiks in der Bielefelder Metallindustrie PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 11. Januar 2018 um 14:37 Uhr

Warnstreik-11.01.2018Solidaritätserklärung mit den Streikenden

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

DIE LINKE unterstützt Eure Forderungen für die aktuelle Tarifrunde. Angesichts der glänzenden Geschäfte, die die Metall- und Elektroindustrie macht, sind 6 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 12 Monaten eine sehr realistische Forderung.


Das wird weder die Unternehmen, noch die Inhaber und Anteilseigner in Armut stürzen. Von der guten Geschäftslage müssen endlich auch Ihr Beschäftigte profitieren. Ihr seid es, die die Gewinne erarbeiten. Eine gute Lohnentwicklung stabilisiert zudem die Binnennachfrage und damit die Konjunktur - was Ihr verlangt, ist damit auch gesamtgesellschaftlich richtig.



Wir unterstützen Eure Forderung für eine Wahloption zur individuellen, zeitweisen Reduzierung der Arbeitszeit. Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Menschen brauchen Raum für Privates und Familie. Dazu sind auch Entgeltzuschüsse, wie Ihr sie fordert, unabdingbar, damit Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeiten auch wahrnehmen können. DIE LINKE tritt insgesamt für eine deutliche Verkürzung der Regelarbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein, damit alle Kolleginnen und Kollegen mehr Raum für Familie, Freunde und Freizeit haben.

Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist unverschämt. Es ignoriert die hervorragende Lage der Metall- und Elektroindustrie. Auch zu einer Arbeitszeitregelung, die Rücksicht auf die Bedürfnisse der Beschäftigten und ihrer Familien nimmt, sind die Firmen offenbar nicht bereit.
Deshalb seid ihr völlig berechtigt im Warnstreik. DIE LINKE unterstützt Eure Forderungen und sagt: Gutes Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen – Das muss drin sein.

Carsten Strauch                    Barbara Schmidt                   Friedrich Straetmanns

Kreissprecher Bielefeld         Fraktionsvorsitzende            Bundestagsabgeordneter