Wir sind mehr! PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 26. Oktober 2018 um 16:17 Uhr

Rede „wir sind mehr“:

Solidarität der vielen gegen den Rechtsruck

wirsindmehrLiebe Bielefelderinnen und Bielefelder

 

Es freut mich zu sehen, dass trotz des relativ schlechten Wetters so viele von euch wieder gekommen sind um ein klares Zeichen zu setzen Danke dafür, dass macht wirklich Mut in dieser Zeit.

Bedanken möchte ich mich auch bei den Aktivist*Innen der Seebrücke Bielefeld. Dank eurem Engagement und Einsatz wird Bielefeld, zumindest für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zum sicheren Hafen, ohne euch wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Jetzt heißt es weiter Druck machen auf die Paprika und vor allem auf die Landes und Bundesregierung, wir geben nicht Ruhe bis kein Mensch mehr im Mittelmeer ertrinken muss.

 

 

Es tut gut zu sehen, dass sich immer mehr Menschen in Initiativen und Vereinen gegen den Rechtsruck organisieren. Initiativen wie: #Unteilbar, die am 13. diesen Monat in Berlin unter dem Motto: Solidarität statt Ausgrenzung, eine Großdemonstration veranstalten werden, zu der ich euch herzlich einladen möchte. Oder We’llcome United, die vorgestern mit über 25:000 Menschen gegen Rassismus und Ausgrenzung demonstriert haben. Dazu gehören natürlich auch die Aktivist*innen im Hambacher Forst, die unermüdlich für den Ausstieg aus der Kohle und den Stopp der Rodungen kämpfen ihnen sollte unsere Solidarität gelten.

 

Meiner Meinung nach ist dies auch die richtige Strategie gegen den Rechtsruck. Die Solidarität der vielen, der großen Mehrheit der Gesellschaft, gegen die Ausgrenzung und den Hass der wenigen zu stellen. Konsequent gegen jegliche Diskriminierung einzustehen. Zusammen zu stehen und das gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen: Wir sind alle Menschen und wir lassen uns nicht spalten und gegeneinander aufhetzen. Weder gegen Geflüchtete oder Migrant*Innen, noch gegen Schwule,Lesben, Bisexuelle usw Nein wir gehören zusammen. Das bedeutet natürlich nicht nachzugeben, den Rechten und ewig gestrigen inhaltlich nicht entgegen zukommen, wie es zum Beispiel leider aus den Reihen der Union immer wider zu hören ist. Nein wer Nachgibt und den Rechten entgegenkommt bekämpft den Rechtsruck nicht, er ist Teil dieses Rechtsrucks! Symbolisch dafür steht Heimatminister Seehofer, der sich ein ums andere Mal den Rechten an den Hals wirft. Von „Migration ist die Mutter aller Probleme“ bis „Deutschland den Deutschen“ ist es nicht weit. Wer sich so äußert schlägt allen Migrantinnen ins Gesicht, die hier hart arbeiten, steuern zahlen, sich engagieren und dafür nicht einmal gleiche Rechte und Anerkennung bekommen, das ist wirklich schändlich! So etwas dürfen wir nicht dulden, nein nicht die Migrantinnen sind das Problem, sondern ein Horst Seehofer der sich augenscheinlich der AFD angeschlossen hat. Seehofer gehört abgesetzt! Als Nachfolgerin schlage ich eine Migrantin vor, dass wäre das richtige Zeichen.

 

Abschließend möchte ich euch schon mal dazu aufrufen euch an den Protesten gegen den Naziaufmarsch zum Geburtstag der Holocaust Leugnerin Haverbeck am 10.11 zu beteiligen. Sorgen wir dafür, dass es hier keine Dortmunder Verhältnisse gibt, wo Neonazis ungestört durch die Stadt ziehen können. Sorgen wir gemeinsam, mit kreativen Protesten und Sitzblockanden dafür, dass sie keinen Meter vorankommen.

 

 Kein Fußbreit den Faschisten!

Vielen Dank!

 Dominik Goertz

 

Rede  Anfang Oktober auf der Bielefelder Kundgebung / Bild Dominik und Barbara Schmidt vor Rathaus