Türkei: Trauer, Wut, Widerstand PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 15. Oktober 2015 um 16:34 Uhr

Erdogan darf kein Partner mehr für die Bundesregierung sein

Presseerklärung des Bündnisses der demokratischen Kräfte OWL


ankaratrauerUnter der Losung "Trauer, Wut, Widerstand" ruft das Bündnis der demokratischen Kräfte OWL zur Teilnahme an einer Demonstration am Samstag, dem 17. 10. 2015, auf.

Beginn ist um 15 Uhr vor dem Rathaus in Bielefeld.

 

Anlass sind die verheerenden Bombenanschläge am 10. Oktober in Ankara.

 

Die Anschläge galten einer Großkundgebung von Gewerkschaften, linken und prokurdischen Parteien gegen den neuen Krieg in den kurdischen Landesteilen.

 

Der Anschlag zielte - wie schon das Massaker in Suruc im Juli - auf die Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung. Es war ein Anschlag gegen die Geschwisterlichkeit der Völker, gegen einen gemeinsamen türkisch-kurdischen Kampf für Frieden, Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Demokratie.

 

 

Die Organisatoren der Demonstration wollen die Trauer um die Opfer ausdrücken. Es geht aber auch darum ein politisches Signal zu setzen und ein Ende der Zusammenarbeit der Bundesregierung mit der türkischen Regierung zu fordern.

 

"Staatspräsident Erdogan trägt die politische Verantwortung für ein Klima des Terrors gegen Andersdenkende. Der anstehende Staatsbesuch der Bundeskanzlerin in der Türkei ist ein völlig falsches Signal", so Ismail Tas vom Bündnis der demokratischen Kräfte. "Vor dem Hintergrund der Politik der türkischen Regierung verbietet sich die Fortführung der militärischen, polizeilichen und geheimdienstlichen Zusammenarbeit", sagt Tas.

 

Im Bündnis der demokratischen Kräfte in OWL arbeiten vor allem kurdische und türkische politische Organisationen zusammen. DIE LINKE unterstützt das Bündnis.



Bündnis der demokratischen Kräfte OWL

 

Hier: Inge Höger, DIE LINKE - Unterstützung für Erdogans Eskalationspolitik beenden!

 

Hier: Angelika Claußen - Krankenhäuser werden zum Kriegsschauplatz umfunktioniert