Solidarität mit den kurdischen YPG/YPJ PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 18. März 2018 um 15:39 Uhr
Für einen dauerhaften Frieden und gegen deutsche Kriegsbeteiligung 
 
Demonstration | 24. März 14:00 Uhr Hauptbahnhof Bielefeld
 
afrindemomr18
 
Lasst uns gemeinsam am 24. März in Bielefeld in Solidarität mit Afrin auf die Straße gehen. Gegen deutsche Kriegsbeteiligung und für einen dauerhaften Frieden.
 
Noch 2014 sprach die Welt über Sie und ihren Widerstand gegen den Islamischen Staat – den sie damals unter den Augen der Weltöffentlichkeit aus weiten Teilen Syriens vertrieben haben. In westlichen Medien hieß es teilweise, sie verteidigen westliche Werte und konservative PolitikerInnen debattierten über ihre Bewaffnung.
 
 
 
Wir reden von dem kurdischen Widerstand, den vor allem die Selbstverteidigungseinheiten der YPJ und YPG repräsentieren, die heute wieder unter Beschuss stehen. Diesmal nicht vom Islamischen Staat sondern von der zweit größten NATO-Armee, der Türkei.
 
 
Statt Solidaritätsbekundungen, die sich im Kampf gegen den Islamischen Staat häuften, begegnen die europäischen Staaten der kurdischen Bewegung mit Repression. Ihre Fahnen, Demonstrationen und Verlage werden verboten, ihre AktivistInnen wie der einstige Vorsitzende der nordsyrischen Partei für demokratische Einheit (PYD) Salih Müslim in Tschechien auf Gesuch des türkischen Staates verhaftet. Währenddessen werden VertreterInnen der autoritär regierenden und in Syrien eskalierenden Türkei hofiert und deutsche Außenminister servieren ihnen Tee.
 
Trotz ihrer Aggression in Syrien, ihrem Vorgehen gegen die demokratische Oppositionen, dem hunderte JournalistInnen, MenschenrechtsaktivistInnen, Zehntausende Studierende und ProfessorInnen zum Opfer fielen, rüsten die europäischen Staaten, allen voran Deutschland, das Regime um den Autokraten Reccep Tayyip Erdogan weiter auf.
 
Mit ihren Waffenexporten und der NATO-AWACS Mission macht sich der deutsche Staat zu einer Kriegspartei an der Seite der Türkei.
 
Dabei steht die nordsyrische Autonomieregion Afrin vor einem Massaker und das basisdemokratische, multiethnische und an den Prinzipien von Gleichberechtigung und Ökologie orientierte Projekt Rojava/Förderation Nordsyrien vor der Zerschlagung.
 
Die türkische Armee hat den Belagerungsring vor Afrin geschlossen, die BewohnerInnen der Dörfer um die Stadt flohen bereits. Darunter auch alle ezidischen Dörfer der Region, der Gemeinschaft, die grade erst im südkurdischen Sengal einen Völkermord erlitt. Die Weltgemeinschaft und die Bundesregierung schweigen dazu weitestgehend, obwohl sogar der wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Angriff der Türkei für völkerrechtswidrig erklärte.
 
 
Der Verstoß gegen die die UN-Resolution zu einer Waffenruhe in Syrien ist offensichtlich.
 
Unsere Wut über diese Situation und unsere Solidarität mit den kurdischen YPG/YPJ treiben uns auf die Straße. Am 24. März werden wir gemeinsam mit vielen Anderen, mit Linken und AntifaschistInnen, der Friedensbewegung, migrantischen Organisationen, der kurdischen Bewegung und Anderen gegen die türkische Aggression und deutsche Beteiligung protestieren.
 
Wir fordern:
 
- Stopp aller Rüstungsexporte in die Türkei

- Einhaltung der UN-Resolution für eine Waffenruhe in Syrien
- Ein Ende der Koorperation mit Regime nahen türkischen Organisationen wie DITIB und UETD

- Das Ende der Kriminalisierung der kurdischen Bewegung
 
 
DIE LINKE Bielefeld ruft in einem Bündnis auf:
 
Beteilig euch am 24. März um 14 Uhr am Hauptbahnhof Bielefeld!
 
 
Bild: Demonstration am Bielefelder Hauptbahnhof am 16.03.