Bürgerbeteiligung für bezahlbare Wohnungen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 05:49 Uhr

Umwandlung von Militärgelände braucht Bürgerbeteiligung

Bielefelder Initiative für sozialökologische Stadtentwicklung (BISS) gegründet

 

Bernd-Vollmer-klDIE LINKE hat bereits 2014 öffentlich auf die Notwendigkeit und die Potentiale der Konversion (Umwandlung von Militärflächen in zivil genutzte) hingewiesen. Zu den beiden großen Kasernengeländen an Oldentruper und Detmolder Straße gehören auch kleinere Quartiere mit über 400 Reihenhauswohnungen aus den 60er Jahren. Weil es an günstigen Wohnungen mangelt, werden diese Einheiten dringend gebraucht. Deshalb ist ein rechtzeitiger Planungsprozess notwendig.

 

DIE LINKE hält auf Grund vieler erfolgreicher Beispiele im gesamten Bundesgebiet eine frühe Beteiligung der Bielefelder Bürger für unverzichtbar. Städte wie Mannheim oder Paderborn zeigen, wie so ein Prozess positiv umgesetzt werden kann.

Plakat-Mieten

 

 

Für DIE LINKE gibt es hierzu verschiedene Ansätze, die einen Umbau erfolgreich machen. Die meisten Flächen liegen in Stieghorst und Sieker.

Daher bietet sich an, das ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) „Soziale Stadt Sieker“ weiterzuentwickeln. Dieses vorerst abgeschlossene Projekt ließ bisher so manches strukturelle Problem des Bielefelder Ostens ungelöst. Deshalb fordert auch DIE LINKE eine Bielefelder Konversionswerkstatt, die einen Entwicklungsplan für die frei werdenden Flächen erarbeitet.

 

Mittlerweile hat sich mit der Bielefelder Initiative für sozialökologische Stadtentwicklung (BISS) eine Gruppe Bielefelder Bürger organisiert, die diesen Prozess anschieben und begleiten wollen.

 

Parallel hatte der Bielefelder Baudezernent Gregor Moss Anfang März "Bielefelder Akteure der Wohnungswirtschaft“ ins stille Kämmerlein eingeladen. Was dort mit wem besprochen wurde, ist noch geheim. Daher fordert DIE LINKE zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Aufklärung vom OB. Stadtentwicklungsplanung ist Aufgabe der Stadtgesellschaft und darf nicht ständig hinter verschlossenen Türen stattfinden.

 

Das wird DIE LINKE auch in Zukunft einfordern.

 

Bernd Vollmer
Sachkundiger Bürger der 

LINKEN im Stadtentwicklungsausschuss