Die Erhöhung der "Kosten der Unterkunft" ist überfällig PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 11. September 2015 um 20:05 Uhr

Die Paprika-Koalition:
Zeit schinden und auf Kosten der Armen weiter „sparen“

Marlis-Bussmann-gr

 

Der Beirat für Behindertenfragen hat im Sozial- und Gesundheitsausschuss die Erhöhung der „Kosten der Unterkunft“ beantragt. Denn bei Wohnungsmieten von Arbeitslosengeld-II- und Grundsicherungs-empfängern ist die Höchstgrenze von 4,64 Euro pro m2 seit 2005 eingefroren.

 

Die Paprika-Koalition hat den Antrag vom Beirat zurückgestellt. Die Verwaltung soll stattdessen die Wirkung von Ausnahmeregelungen „darstellen“ und die Auswirkungen einer Erhöhung auf den Wohnungsmarkt einschätzen. Es geht um Geld.

  

Sie will Zeit schinden, um weiter auf Kosten der Armen den Haushalt zu sanieren. 

Arme Menschen müssen sich die Miete vom Munde absparen: 24 Prozent der Hartz-IV–Bedarfsgemeinschaften zahlen durchschnittlich 63 Euro aus dem Regelsatz zur Miete zu. Wer umziehen möchte, findet keine „preiswerte“ Wohnung

.

 

Laut Wohnungsmarktbericht aus dem Jahr 2010 waren noch 1.200 Wohnungen im Preissegment für Ein-Personen-Haushalte aufgeführt. Im Bericht von 2014 gab es nur noch 350 Wohnungen. Seit Jahren sind die Mieten stark gestiegen.

 

 

DIE LINKE fordert, dass sich die Übernahme von Wohnkosten grundsätzlich am tatsächlichen Mittelwert des kommunalen Mietspiegels orientieren muss.

 

 

Marlis Bußmann (Bild) 
Ratsmitglied DIE LINKE Bielefeld