Bezahlbare Wohnungen bauen! PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 14. Mai 2016 um 11:09 Uhr

DIE LINKE sagt Ja zum Bau von Sozialwohnungen in Schildesche

Mit Stimmen von SPD, Grüne und LINKE sprach sich die Bezirksvertretung Schildesche am 12.05.16 für den Bau von Sozialwohnungen auf dem "Marktplatz" aus.

 

 

Bernd Adolpf-grMit über 300 TeilnehmerInnen war die Bezirksvertretung so gut wie noch nie besucht. Eine Menge vor allem älterer Menschen war angesprochen worden durch eine Initiative, die seit einigen Tagen Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt, um den alten Marktplatz an der Beckhausstraße frei von Bebauung zu halten. Die Beiträge der Gegner zeigten, dass sie kaum überzeugende Antworten hatten, warum dieser Platz erhalten bleiben soll.

 

Die Diskussion war recht hitzig, es wurde aber auch deutlich, dass im Laufe der Debatte der Beifall für die Bebauungsgegner deutlich geringer wurde.

 

Bernd Adolph von der LINKEN in Schildesche (Bild) argumentierte auf der Versammlung: " Ich bin ausdrücklich für die Bebauung des alten Marktplatzes, der seit Jahren ausschließlich an 3 Tagen im Jahr zum Karussell Fahren genutzt wird, ansonsten weitgehend leer steht" und "Die Flüchtlinge sind nicht Ursache für das Fehlen preiswerten Wohnraums in Bielefeld, sie verschärfen nur ein Problem, um das sich die Stadt zu wenig gekümmert hat"

 

 

Letztlich stimmte die Bezirksvertretung mit großer Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplans. Nur die CDU tanzte aus der Reihe, als sie die Zustimmung zur Bebauung abhängig machen wollte von dem Verkauf des Grundstücks an einen Investor. Als ob sich Rendite erhoffende Investoren jemals um die Sorgen der Bürger gekümmert hätten! Aber die eigene Klientele muss wohl bedient werden.

wohnenbezahlbarplakat

 

Das Problem der fehlenden Sozialwohnungen in Bielefeld ist in den Wohnungsmarktberichten seit Jahren bekannt und immer drängender geworden, letztens sogar vom Land NRW mit der dramatisch hohen Zahl von über 18000 fehlenden Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen bestätigt. Der Zuzug von Flüchtlingen ist hier nicht ursächlich, sondern Problem verschärfend.

 

"Wäre es nicht besser, wenn die Energie der Bürger genutzt wird um Ideen zu entwickeln, wie die neuen Bürger – und die kommen auf jeden Fall und werden den Stadtteil verjüngen und lebendiger machen – zu integrieren sind?

 

Die Integrationsarbeit der  Flüchtlingsinitiative der 3 Kirchengemeinden in Schildesche ist da bereits Vorbild. Sie hat sich in der Betreuung der dort wohnenden Flüchtlinge inklusive Sprachunterricht verdient gemacht hat und arbeitet aktiv daran, dass sich die Menschen hier wohl und willkommen fühlen." meint Bernd Adolph.