Mitarbeiter/innen der Freien Träger sind ihren Lohn wert PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 24. Mai 2016 um 17:23 Uhr

Jugend- und Sozialarbeit gerecht finanzieren!

 

millionrsteuerÜber 80 Freie Träger leisten wertvolle soziale Arbeit für die Stadt und ihre Bevölkerung, für Kinder und Jugendliche, Familien, bei Krankheit, im Alter und zur Integration. Viele von ihnen sind in der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtverbände und im  Bielefelder Jugendring organisiert.

 

Es ist ein Skandal, dass die Paprika-Koalition auf ihre Kosten sparen will, indem sie die vollständige Übernahme der tariflichen Personalkostensteigerungen ablehnt. Steigerungen bei den Sachkosten, wie Mieten, Energie- und Materialkosten, sollen überhaupt nicht übernommen werden.

Das geht überhaupt nicht!“ betont Marlis Bußmann, sozialpolitische Sprecherin der Ratsfraktion der LINKEN. „Die Mitarbeiter/innen der Freien Träger machen eine hervorragende und wichtige Arbeit. Sie sind ihren Lohn wert. Und auch bei den eigenen Mitarbeitern ist es für die Stadt eine Selbstverständlichkeit, dass sie die Tariflohnsteigerungen übernimmt.“

 

 

Die Paprika-Koalition will den Freien Trägern nun „großzügig“ erlauben, die vertraglich vereinbarten Aufgaben zu reduzieren, wenn das städtische Geld nicht ausreicht. Doch das geht zu Lasten der Menschen in Bielefeld, beispielsweise wenn einzelne Jugendhäuser (HOTs) in den Stadtteilen ganz oder teilweise geschlossen werden müssen. Frank Schwarzer, Mitglied im Jugendhilfeausschuss für DIE LINKE, kritisiert: „Hier wird gespart – koste es was es wolle!

Gerade im Jugendbereich rechnet sich aber jeder Euro langfristig für die Jugendlichen und die ganze Stadt: Prävention, soziale Teilhabe, Inklusion und Integration sind wichtig, gerade bei der gestiegenen Zuwanderung.“

„Auch ist es für die Mitarbeiter der Freien Träger eine Zumutung, wenn von Jahr zu Jahr ihre Arbeitsverträge gekürzt werden.“ ergänzt Marlis Bußmann. „Denn das wäre die Folge der Unterfinanzierung.“

Es ist unverständlich, dass so etwas von der SPD getragen wird. Wir fordern, dass künftig die vollständigen Personalkostensteigerungen, sowie die realen Sachkostensteigerungen der Freien Träger übernommen werden.

Und zwar dauerhaft und verlässlich und nicht willkürlich nach Kassenlage. Die jetzt von der Paprika-Koalition angedachte Änderung zur vollen Übernahme der Tarifsteigerungen soll zunächst nur für ein Jahr gelten und läßt die Sachmittelkosten außer Acht. Das reicht auf keinen Fall aus. Denn die Freien Träger und ihre Beschäftigten brauchen für ihre soziale und solidarische Arbeit Planungssicherheit

 

Bild Archiv: Marlis Bußmann bei Aktion gegen Sozialkürzungen im Zuge der Eurokrise - Die Forderung nach einer Reichensteuer bleibt aufgrund der kommunalen Kürzungsmaßnahmen aktuell