ver.di Protest bei Schulz Besuch in Bielefeld PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 00:00 Uhr

Bielefelder „Helden der Nacht“ protestierten mit „Offenem Brief an die SPD“ zur SPD-Arbeitnehmer-Konferenz

Kommentar von Hans-Dietmar Hölscher, Zeitungszusteller

zeitungsbotenprotest1Am 20. Februar 2017 führte die SPD in der Stadthalle Bielefeld eine Arbeitnehmer-Konferenz „Arbeit in Deutschland“ durch. Für die ZeitungszustellerInnen der Neuen Westfälischen (NW) eine gute Gelegenheit, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und die Teilnehmer der SPD-Konferenz über Missstände in der Zeitungszustellung der NW zu informieren.

 

Die„Helden der Nacht“ (O-Ton in Werbeanzeigen der NW) verteilten den ver.di-Brief „SPD-Zeitung Neue Westfälische setzt Zeitungszusteller und Betriebsräte unter Druck!“ an die Konferenz-Teilnehmer.


Kollege Martin Schulz wurde außerdem zu einer Betriebsratssitzung der NW Zustellkoordination GmbH (im Übergangsmandat) eingeladen, um ihn umfassend zu informieren.


Beide Bielefelder Tageszeitungen (Neue Westfälische, Westfalen-Blatt) hielten es nicht für nötig, am Tag danach auch nur mit einer Zeile über die ver.di-Protestaktion zu berichten. Im Gegensatz zur Lokalpresse berichteten zwei überregionale linke Zeitungen, die „junge welt“ und das „Neue Deutschland“.


DIE LINKE Bielefeld unterstützt seit Jahren die NW-ZeitungszustellerInnen beim Kampf um höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Durchsetzung eines Tarifvertrages.
Um eine öffentliche Diskussion zu den skandalösen Vorgängen in der NW-Verlagsgruppe zu unterbinden, ist die NW-Geschäftsführung sogar gegen ein ver.di-Flugblatt und einen kritischen Artikel in der LINKE-Zeitung „DURCHBLICK“ gerichtlich vorgegangen.
Wieviel Angst muss die Geschäftsführung der NW vor der Verbreitung dieser Auseinandersetzung haben?


Sie könnte in einem „Streitgespräch“ mit ver.di und dem Betriebsrat der Zeitungszusteller in ihrer eigenen Zeitung journalistische Souveränität zeigen.

Hans-Dietmar Hölscher
Zeitungszusteller
Betriebsrat NW Zustellkoordination GmbH im Übergangsmandat

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