Mehrweg statt Einweg PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 13. März 2016 um 16:32 Uhr

Pappbecher reduzieren!


Benni Stiesch-klZur nächsten Sitzung des Ausschuss für Klimaschutz und Umwelt (15. März 2016) stellt die Linksfraktion eine Anfrage, wie Verwaltung und Politik die Flut an Einwegbechern reduzieren können.

 

"Es gibt vereinzelt Bestrebungen von Händlern, beim Coffee to go auf Mehrweg umzusteigen", so Benni Stiesch. Dies ist für den LINKEN-Vertreter im Ausschuss aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Pappbecher mit Plastikdeckel sind beliebt wie selten zuvor.

Allerdings sind die heute so beliebten Pappbecher aufgrund ihrer Wachsbeschichtung nicht recycelbar. Nach einmaligen Gebrauch wandern die Becher unweigerlich in den Müll.

"Ich halte es für angebracht, von diesen System wieder weg zu kommen", so Stiesch. "Hier wird vermeidbarer Müll produziert." Dies ist für ihn allerdings nicht allein mit freiwilligen Initiativen Einzelner zu schaffen. "Leider brauchen heute viele Menschen einen finanziellen Anreiz. Oder auch Druck", so Stiesch weiter.

 

Wenn der Kaffee im mitgebrachten Thermobecher beispielsweise 50 Cent günstiger wäre als der im Pappbecher, dann wäre das für viele Menschen Anreiz genug, umzusteigen. Als ein gelungenes Beispiel bezeichnet Stiesch das Studierendenwerk.
Der Kaffee ist dort im eigenen Becher 15 Cent preiswerter als der in Pfandbechern. Viele Studierenden und Angestellte machen von diesen System regen Gebrauch.
Pikanterweise wird an der Universität trotz bestehenden wie funktionierendem Pfandsystem wieder vermehrt Kaffee in Pappbechern verkauft.

 

Zum weiteren Vorgehen sagt Stiesch, das noch nichts entschieden ist. Die Verwaltung soll im Ausschuss erst einmal vorstellen, welche Möglichkeiten sie oder die Politik hat, die Flut an Pappbechern einzudämmen.

 

Welche konkrete Maßnahmen sich daraus ableiten lassen, wird sich danach entscheiden.
Die Bereitschaft, notfalls eine Steuer auf Pappbecher zu erheben, die ist bei Benni Stiesch vorhanden.


Hier: Antrag