Viel Beton, wenig Umwelt und noch weniger Schiene PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 15. April 2016 um 16:15 Uhr

Ostwestfalen/Lippe verschläft Zukunft!
Nein zur B66n und weitere unnütze Verkehrsprojekte

Viel Beton, wenig Umwelt und noch weniger Schiene, so lässt sich der Entwurf zum neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) für OWL beschreiben.

ines dejaMit der B66n in Bielefeld - eine Autobahn, die die östliche Innenstadt zerschneidet, dem vierspurigen Ausbau der B61n zwischen Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück, einem Eisenbahntunnel von Porta durch das Wesergebirge kommen Projekte auf den Gabentisch von Dobrindt, die viele Bürger so nicht wollen und die schon im wesentlichen politisch begraben waren.


Immerhin über 40 Straßenbauprojekte in OWL stehen in der Liste, einige sinnvoll, viele überflüssig.

DIE LINKE spricht sich klar gegen die überflüssigen Pläne einer B66n, einer vierspurigen B61n und auch gegen einen Tunnel durch das Wesergebirge aus.

 

Bleibt zu hoffen, dass der Blick auf die sinnvollen Projekte – wie einige Ortsumgehungen – nicht dabei verloren geht und diese auch tatsächlich gebaut werden.

 

Dafür bleibt dann für die umweltfreundliche Schiene wenig für OWL, ein Tunnel, den keiner haben will, weil neben der Landschaftszerstörung im Zulauf zum Tunnel immerhin mit Minden ein wichtiges Zentrum in OWL vom Fernverkehr abgehängt wird. Der Ausbau Minden-Nienburg, obwohl seit nunmehr 30 Jahren im BVWP, steht weiter in den Sternen, der Ausbau Herford-Altenbeken wurde kassiert, obwohl bereits vor einiger Zeit das Umweltbundesamt in einer Studie nachgewiesen hatte, dass die Strecke eine wichtige Netz- und Entlastungsfunktion hat.

 

Immerhin stellt sie die Verbindung von der Großstadt Bielefeld, dem lippischen Zentrum Detmold ins nordhessische Oberzentrum Kassel dar. Die Reaktivierung von Rahden nach Bassum hatte bereits die Landesregierung kassiert, obwohl diese Schienenverbindung für den Landkreis Minden mit seinen Orten Rahden, Espelkamp und Lübbecke sowie für Bielefeld den Schienenanschluss in die nördliche Nachbarmetropole Bremen darstellt.

 

Eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik sieht jedenfalls anders aus. So geht der Ostwestfälischen Wirtschaft Stück für Stück die Option Schiene verloren.

DIE LINKE steht klar für eine klimafreundliche Verkehrswende. Dazu gehört als Basisverkehrssystem zuallererst eine moderne und zuverlässige Eisenbahn. Und da gibt es viel zu tun in OWL.

 


DIE LINKE im Regionalrat Detmold Inez Deja