Stadtbahnplanung: Ein nochmaliges „Vor-die-Wand-Fahren" kann sich die Stadt nicht leisten. PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 03. November 2016 um 17:33 Uhr

Stadtbahnlinie 4 – Planungen müssen Stadtteilentwicklung einbeziehen

Bernd-Vollmer-klDIE LINKE steht für einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Bielefeld. Die Verlängerung der Stadtbahn nach Sennestadt hat dabei erste Priorität. Was allerdings im Moment bei der Diskussion um die Verlängerung der Linie 4 zur Schlosshofstraße passiert, ist eine stadtplanerische Farce. Nach dem „Aus" der Linie 5 durch einen überhasteten Bürgerentscheid verfallen SPD und CDU nun in das andere Extrem und wollen mit dem Kopf durch die Wand. 

 


„Die Planungen der Stadtbahn-Line 4 müssen mit den Überlegungen zur Wissenschaftsstadt Bielefeld abgestimmt werden. Außerdem hat die Bezirksvertretung ein Entwicklungskonzept des Stadtteils beschlossenen, der zu berücksichtigen ist", so Bernd Vollmer, Bezirksvertreter in Dornberg. „Eine Linienführung auf die grüne Wiese ohne begleitende Planung ist strategischer Unsinn."

 

Die Fachhochschule wird sehr gut über die Haltestelle Wellensiek bedient, für den immer wieder angesprochenen Campus Nord gibt es noch keine konkreten abgestimmten Planungen von Fachhochschule, Universität und Land. Mehr als fünf Jahre hat es gedauert, den Bebauungsplan aufzustellen. Da ist die jetzt an den Tag gelegte Hektik mehr als unangemessen.

 

DIE LINKE steht einer Verbindung von Linie 4 und Linie 3 wegen der Überlastung zu den Hauptvorlesungszeiten auf der Linie 4 zwischen Bahnhof und Universität aufgeschlossen gegenüber. Aber diese Überlegungen sowie die jetzt vorliegende Planung muss mit der Stadtteilentwicklung und den Erfordernissen der Campus-Entwicklung in Einklang gebracht werden. Ein nochmaliges „Vor-die-Wand-Fahren" kann sich die Stadt nicht leisten.

 

Aus dieser strategischen Überlegung heraus ist DIE LINKE jetzt gegen einen unnötig hastig gefassten Beschluss zur Verlängerung der Linie 4 zur Dürerstraße.