Neuer Arbeitskreis: AK Natur und Umwelt PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 20. November 2016 um 15:47 Uhr

Neu: Arbeitskreis Natur und Umwelt

 

jonas schmeissner

 

Das Thema soziale Gerechtigkeit kann in unserer modernen und globalisierten Welt nicht ohne das Thema Natur- und Umweltschutz gedacht werden. Eine der großen Folgen des gnadenlosen Kapitalismus unserer Zeit sind grenzenlose und irreparable Schäden unserer Natur, unfassbares und untragbares Leid für Tiere und menschlich bedingte Naturkatastrophen, die unseren Lebensraum zerstören und neben Kriegen einer der Hauptursachen für Flucht auf dieser Welt sind. 

 

 

Naturschutz, Umweltschutz und Tierschutz haben auf mehreren Ebenen Auswirkungen auf Menschenrechte und Ungerechtigkeiten weltweit.

 

Das Kaufen von Produkten, die eigne Ernährung, das Wegwerfverhalten einer Konsumgesellschaft usw. haben einen großen Einfluss auf diese Faktoren und können somit zu einer sozialeren Welt beitragen oder soziale Ungerechtigkeiten weltweit weiter fördern. Die großen Produzenten von Leid und Ungerechtigkeit müssen angezeigt werden und für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden. Die Veränderung beginnt aber bei uns selbst und dem Bewusstsein, dass wir für unser eigenes Handeln auch Verantwortung tragen.

 

Am 24.10.2016 haben wir den Arbeitskreis Natur und Umwelt wieder ins Leben gerufen. In einer konstruktiven ersten Sitzung haben wir Schwerpunktthemen festgelegt und Ideen für theoretische und praktische Aktionen gesammelt.

 

Die Schwerpunkte sollen Ernährung, Naturschutz, Energiewandel und Verkehr sein. Wir wollen uns dabei mit lokalen Themen und mit globalen Zusammenhängen befassen. Unser Ziel ist es, mit diesen Themen Veränderungen in der Öffentlichkeit, innerparteilich, im Rat der Stadt Bielefeld und medial (Internet/Zeitung) zu bewirken.

 

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, werden wir diese Themen ausdiskutieren, uns inhaltlich mit der Materie und den Zusammenhängen auseinandersetzen und uns auf Positionen einigen. Geplant sind das Schaffen von Netzwerken zu anderen Verbänden, das Organisieren von Vorträgen/Filmabenden und das Erstellen von Anträgen und Anfragen für die Ausschüsse der Stadt.

 

In der philosophischen Betrachtung von sozialer Gerechtigkeit gibt es mehrere Theorien was sie ausmacht und wie sie beschrieben werden kann. Ein in unserer Gesellschaft fast vergessener Ansatz, ist der Generationenvertrag. Der Generationenvertrag beschreibt einen unsichtbaren Vertrag zwischen den verschiedenen Generationen, bei dem sich darauf geeinigt wird, die Welt unbeschadet an die nächste Generation weiter zu geben.

 

 

Ein Grundsatz dieser Theorie ist es: Ich darf nur so viel verbrauchen oder beschädigen, das ich in gleicher Menge und Qualität reproduzieren oder ersetzen kann.    

 

 

Jonas Schmeißner

 

Hier: Genug für alle - Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau, 27. Januar 2017 - 28. Januar 2017 in Essen