Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 04. Februar 2017 um 00:00 Uhr

»Genug für Alle«

- so lautete das Motto einer Konferenz, zu der die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Linksfraktion im Bundestag Ende Januar nach Essen einluden.

Um die 400 Teilnehmer*innen diskutierten den notwendigen sozial-ökologischen Umbau aus LINKER Sicht.

sabineleidigDazu ein Interview mit Sabine Leidig, Bundestagsfraktion DIE LINKE, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. Sabine war eine der Organisatorinnen der Konferenz.


Was verstehst du unter sozial-ökologischem Umbau?

 

Der Kapitalismus zerstört Leben. Nicht nur Ausbeutung, auch die Folgen von Umweltzerstörung treffen Menschen ungleich. Wir wollen für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Wälzen wir deren ökologische Kosten auf den globalen Süden ab, ist das zu kurz gedacht. Deshalb heißt Gerechtigkeit immer auch Nachhaltigkeit.

 

 

Sollten wir unser Konsumverhalten verändern?

 

Auch wenn Diskussionen über Konsum wichtig sind, bewirken wir allein dadurch wenig. Wir dürfen die Konzerne die Verantwortung nicht auf uns schieben lassen.

 

Wie kannst du als Bundestagsabgeordnete Nachhaltigkeit fördern?

 

In dieser Position habe ich mehr Ressourcen als eine einfache Aktivistin: Ich kann Leute einstellen, die mir zuarbeiten und für mich recherchieren. In meinen Anträgen fließen die Positionen ein, die mir außerparlamentarische Organisationen zutragen. Und die kann ich gezielter mit Informationen zu ihren eigenen Arbeitsfeldern versorgen.

 

Trotzdem: Kommt der ökologische Wandel nicht zu kurz in der LINKEN?

 

Ökologische Gerechtigkeit wird in der LINKEN tatsächlich oft nicht gleichranging neben sozialer Gerechtigkeit behandelt. Das ändert sich gerade und ich sehe auch bei unser Parteispitze ein zunehmendes Bewusstsein für diese Themen. Trotzdem muss hier mehr getan werden.

 

Hier: Themenseite sozial-ökologischer Umbau R-L-S