Gesundheit schützen anstatt bei Grenzwerten tricksen! PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. August 2017 um 15:22 Uhr

Die dicke Luft am Jahnplatz schadet den Menschen

 

BaSchmidt gr2Inzwischen ist vielfach nachgewiesen, dass die Schadstoffe, die aus den Auspuffen besonders von Dieselfahrzeugen kommen, Menschenleben kosten.

Das hat – auch international – zur Festsetzung von Höchstgrenzen für diese Schadstoffe geführt, deren dauerhafte Überschreitung zu Fahreinschränkungen bis zu Fahrverboten führt. Punkt. Aus. – Möchte man meinen.

 

In Bielefeld werden die Grenzwerte für Stickoxidbelastung seit zwei Jahren überschritten und kosten auch hier Menschenleben. Deshalb muss gehandelt werden.

 

„Auf diesem Hintergrund scheint uns die Debatte, die von den Freunden der Privatwirtschaft und der Autoindustrie CDU, BfB und FDP geführt wird, regelrecht menschenfeindlich“, erklärt Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat der Stadt.

 

„Wenn Frau Wahl-Schwendtker von der FDP meint, es wäre falsch, die Messstation ausgerechnet an den Bushaltestellen am Jahnplatz zu platzieren, hat sie den Sinn von Schutzmaßnahmen nicht verstanden. Es geht doch darum, Menschen vor den Abgasschäden zu bewahren. Und wo wäre es sinnvoller als dort, wo sie stehen und auf Busse warten? Dass diese Menschen – Kinder, Jugendliche, Ältere, oder die, die sich kein Auto leisten können oder wollen – die Leidtragenden des Autoverkehrs sind, muss beendet werden. Nicht die Schutzmaßnahmen sind plump, sondern die Äußerung der FDP im Sinne der ungehinderten Auto-Lobby.“

 

Die LINKE hält die vom Handelsverband durchgeführten Messungen mit niedrigeren Schadstoffwerten nicht für aussagefähig.

„Ich würde auch gern meine Heizkostenabrechnung auf den Werten von April bis Juni begleichen", so Barbara Schmidt. "Geht nicht, ist unreell. Genauso verhält es sich mit den ‚alternativen Messungen‘ des Handelsverbandes. Wir brauchen bald geeignete Schutzmaßnahmen für die Tausenden von Menschen, die sich täglich auf dem Jahnplatz aufhalten."