Fläche für Wohnen, Erholung und Ausbau der Bahnlinie nutzen. PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 25. Oktober 2017 um 17:46 Uhr

DIE LINKE fordert:

Streichung der Trasse B66n aus dem Flächennutzungsplan

 

Bernd Vollmer-grDie Stadt sollte die Flächen an der B66n für sozialen Wohnungsbau, naturnahe Erholung und Ausbau der Bahnlinie nutzen, anstatt diese für eine zukünftige Stadtautobahn zu reservieren.

Der Stadtentwicklungsausschuss hat zwar beschlossen, die Trasse der B66n aktuell nicht beim Bundesverkehrswegeplan anzumelden, allerdings wurde in der Diskussion deutlich, dass die SPD neben CDU, FDP und BfB weiter die Fläche für eine Stadtautobahn freihalten möchten.

 „In Bielefeld ist noch nicht angekommen, dass das längst ein Anachronismus in Zeiten von Klimawandel und steigenden Belastungen für Menschen durch den automobilen Verkehr ist“ so Bernd Vollmer (Foto), sachkundiger Bürger der LINKEN im Stadtentwicklungsausschuss.

 

Für DIE LINKE braucht Bielefeld nicht mehr Autoverkehr in der Innenstadt, sondern als Alternative einen attraktiven regionalen öffentlichen Personenverkehr. 

 

"Die Bahnlinie nach Lippe sollte dagegen dringend ausgebaut und elektrifiziert werden, um die Erreichbarkeit der Bielefelder Innenstadt mit dem ÖPNV zu verbessern,“ so Bernd Vollmer weiter. Die gerade veröffentlichten Zahlen der Verkehrszählung sprechen eine deutliche Sprache. Es ist mehr Verkehr unterwegs, was auch zu höheren Belastungen in der Bielefelder Innenstadt führt.

 

 

Der vom Kreis Lippe geforderte Ausbau ermöglicht einen 30 Minutentakt nach Detmold und direkte Züge nach Kassel. Dieser Ausbau benötigt in Teilen einen zweigleisigen Ausbau, um einen 30 Minutentakt mit Halt an allen Stationen und die Verspätungsanfälligkeit zu verringern. Das gilt auch für zwei Abschnitte in Bielefeld im Bereich Oldentrup und Ubbedissen. Dieser Ausbau der Bahninfrastruktur ist deutlich günstiger, als eine B66n, die anschließend noch Folgeinvestitionen in der Bielefelder Innenstadt in Umwelt- und Klimaschutz erforderlich macht.